Pang und die Kunst, Blasen zerplatzen zu lassen

vor 1 Jahr

Wir nehmen dich mit auf die Reise durch die Sage des Klassikers Arcade Pang, damit du deine Kindheit noch einmal erlebst. 

Sicher erinnert ihr euch noch an die Hofpausen in den 90ern, in denen ihr unermüdlich Pang gespielt habt, den Automaten geduldig mit Pfennigen gefüttert habet und so euer ganzes Taschengeld ausgegeben habt. Ziel war es, die schwebenden Blasen zu zerplatzen, die von alienartigen Eindringlingen abgefeuert wurden und die mehrere Städte bedrohten und die Weltherrschaft forderten, angefangen in Fuji in Japan. Bekannt als Buster Bros. in den USA, geht es in der Storyline um die Buster Brüder, die eine Weltreise machen mussten, um die Blasen zu zerstören.

Dieses Jahr wird eine PC, Handy und Tablet Version herausgegeben, Pang Adventures getauft und entwickelt von den Franzosen DotEmu und Pastagames. Dabei soll der Arcade Klassiker an die neuen Plattformen und Geräte angepasst werden.

Das kleine Pariser Videospiel-Studio Pastagames passt das Spiel bereits für die PS4 an und soll es angeblich schon 2016 herausbringen.

Auf der Paris Games Week 2015, wo diese Version zum ersten Mal auf einem Arcade Apparat ausprobiert werden, erklärte Naddim Haddad von Pastagames, dass Pang „ein Spiel von früher ist, was heute so gar nicht mehr gemacht wird“.  Er sagt, dass der Klassiker Pang ein Spiel war, das „nicht vorgab, beeindrucken zu wollen und einfaches und effizientes Gameplay hatte, welches das Ziel direkt anspricht.“

Außerdem will diese neue Version von 2015 den 80er Klassiker modernisieren und ihn an eine Epoche anpassen, in der mit Laserschwertern und Maschinengewehren gekämpft wird. Des Weiteren bringt es eine Rundumerneuerung der Blasen mit, welche, entsprechend des Fortschrittes im Spiel brennen oder elektrifiziert sind. Und als absolute Neuheit bringt Pang Adventures eine Boss Serie mit Charakteren, die e sin Pang noch nie gab.

Das erste Pang wurde 1989 geboren und vom japanischen Videospielentwickler Mitchell Corporation entworfen, von Capcom für Arcade Automaten vertrieben und als Pomping World in Japan bekannt geworden. Es wurde für ein oder zwei Spieler entworfen und teilte sich in 50 verschiedene Welten in 17 berühmten Orten, wie Paris. London, Barcelona, Athen oder New York. Ebenso tauchten das Taj Mahal auf, die Maya Ruinen oder der Wat Phra Kaeo Tempel, um schließlich auf den Osterinseln zu landen.

Später wurde Pang an andere Plattformen angepasst. 1990 veränderte Ocean Software das Spiel für ZX Spectrum Computer, Commodore 64, Amstrad CPC, Commodore Amiga und Atari ST. In diesem Spiel, in allen seinen Varianten, kannst du nicht springen, sondern dich nur von rechts nach links bewegen oder die Treppen hoch oder runter gehen, um den schwebenden Blasen auszuweichen. Wobei du sie eher zerstören, als ihnen ausweichen musst. Doch mit einem Schuss alleine reicht das nicht, da sie reduzieren oder reproduzieren, je nachdem, wie du sie erreichst. Glücklicherweise gibt es Items und Power Ups, die dir helfen, sie zu besiegen; Tiere, die dir entweder helfen oder dich behindern, eine Sanduhr, die die Zeit anhält und noch andere effektivere Waffen, als eine Harpune.

Dank des Erfolges im Arcade Format und auf den Computern der Epoche, passt dich das Spiel auch 1993 auch an den Game Boy und für PC-Engine CD an. Ebenso wie für PlayStation und PlayStation Portable, für die Compilations gemacht wurden: Super Pang Collection 1998 und Capcopm Puzzle World 2007 mit wesentlichen grafischen Verbesserungen und beide enthielten Pangs Nachfolgern.

Unter den Erben dieses erfolgreichen Spieles befindet sich auch Super Pang, welches 1990, nur ein Jahr nach Pang, das Licht der Welt erblickte und in dem witzigerweise die Festung von Segovia auftaucht. Es wurde auch für Arcade gemacht, wurde aber 1992 schon für Super Nintendo angepasst, jedoch ohne die Möglichkeit, als zwei gleichzeitiger Spieler am Spielautomaten zu spielen. Obwohl nur ein Jahr Unterschied zwischen ihnen ist, sind die Änderungen in Super Pang doch sehr markant. Der Spieler konnte zwischen zwei verschiedenen Spielmodi wählen: Tour Mode und Panic Mode. Der erste bewahrte den Modus Operandi, jedoch mit einigen ästhetischen Verbesserungen und einigen Neuheiten. Der zweite Spielmodus jedoch hat sich vollkommen von dem abgehoben, was man bis dahin kannte. Es war ein Survivor Modus, in dem es weder Treppen, noch Plattformen, noch Tiere gab; nur Bälleregen und ein paar Items, die halfen, den Modus zu überstehen, der zwischenzeitlich nicht mal Pausen hatte, da es ein Spiel war, das nur aufhörte, wenn man tot war oder wenn Game Over auftauchte.

Fünf Jahre später, 1995, erschien in den USA Pang 3 für Arcade, auch Buster Buddies genannt, welches später auch in den Copilations von PlayStation erschien. Diese Version brachte uns einige Neuerungen und Änderungen, wobei die Grundidee des Spiels stets erhalten blieb, nämlich die Blasen zerknallen zu lassen. Die erste große Änderung waren die vorgerenderten Grafiken er Charaktere. Außerdem waren diese Charaktere nicht mehr die Buster Brüder der Reihe; das Spiel ließ dich aus vier Charakteren mit unterschiedlichen Merkmalen auswählen.

Der sogenannte Don Tacos war ein Charakter mit Schnauzer und Sombrero und Doppelharpune; Pink Leopard, wie der Name bereits vermuten lässt, war ein rosafarbener Leopard, de, Dynamit, Eis und seine Feinde nicht im Geringsten etwas ausmachte. Dann gab es da noch Captain Hog, einen Piraten, dessen Waffe ein Lasso war, welches sich an der Decke festhakte und so die Blasen zum Platzen brachte und schließlich Shiela the Thief, eine Diebin auf Tausend und einer Nacht, die zwei Kabel im 45 Grad Winkel auswerfen konnte.

In Pang 3 war es nun nicht länger Ziel, von Stadt zu Stadt und Monument zu Monument zu ziehen, um diese aus den Blasengwirr zu befreien. Dieses Mal konnte man zwischen frei Spielmodi wählen: den Beginner Mode, der eine Art Training war, der Normal Mode und der bereits bekannte Panic Mode. Das Spiel wurde mit Kunstwerken im Hintergrund, vielen Treppen und Plattformen entwickelt.

Es musste bis 2000 auf eine weitere Reihe gewartet werden: der Mighty! Pang. Trotzdem hatten es die Spielhallen im neuen Jahrtausend im Schatten der Heimkonsolen schwer und dieses Spiel wurde nur für Arcade entwickelt, weshalb nur wenige diese Version kennenlernten. Mighty! Pang besann sich in der Story, in den Grafiken, dem Gameplay auf die Wurzeln von Pang und Super Pang, auch wenn es Expert Mode ein bisschen kniffliger machte.

Letztendlich brachte die Mitchell Coroporation 2010 das Spiel Pang: Magical Michael für Nintendo DS heraus, in dem der junge Zauberlehrling eine Weltreise macht, um die Ballons zu entfernen, die nach einem schiefgegangenen Experiment in der Welt rumschwebten. Auch hier war das Ziel wieder dasselbe, wobei die Ursprungsgeschichte etwas anders war. Außerdem gab es neben dem Tour Mode und dem Panic Mode, den Multi Player Mode. Da es für Nintendo DS war, brachte es den Dual-Screen und eine taktische Option im Panic Mode Touch, der beim Erreichen des Level 50 des Panic Modes freigegeben wurde und es dir ermöglichte, den Strahlwinkel zu steuern, während der Charakter im Zentrum des Screens verblieb. Außerdem hab es die Option, drahtlos und in online Rankings zu kämpfen.

Diese lange Geschichte verdient eine Hommage und Spritted hat dies in Form eines Spieles getan. Gun Garden hat die gleiche Mechanik, wie Pang, doch anstatt Bälle und Blasen zum Zerplatzen zu bringen, musst du hier einige kleine Viecher zur Strecke bringen, die am Himmel auftauchen und herumschwirren. Meinst du, du kannst es mit den Insekten aufnehmen?

Artikel geschrieben von Paula Gil Alonso.

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