Die Videospiele: ein Bildungswerkzeug

vor 11 Monate

Wusstest du, dass du dank der Videospiele Mathe, Wissenschaften und Geschichte lernen kannst? Wir erklären dir, wie das funktioniert.

„Jeder Massepunkt wirkt auf jeden anderen Massepunkt mit einer anziehenden Gravitationskraft ein.“ Dabei geht es um das Gravitationsgesetz nach Isaac Newton. Komischerweise ist eine verblüffende Verbindung zu Angry Birds zu erkennen. Videospiele sind bei Weitem nicht mehr nur ein Afterschool- Entspannungshelfer, sondern wichtige didaktische Werkzeuge.

Der venezolanische Lehrer José Carmona bemerkte schnell das Potenzial vieler Videospiele, wenn es darum geht, Mathe, Physik etc. zu lernen. So entwickelte er 2010 die Methode „Matematica Interactiva“ (dt: Interaktive Mathematik). Ziel ist es, dass Kinder über Videospiele und soziale Netzwerke Zugang zur Mathematik bekommen. Alles begann mit der Wii, welche für den Sportunterricht benutzt wurde und bei deren Nutzung festgestellt wurde, dass sie über motivierende Elemente verfügt, die keine anderen didaktischen Medien anbieten können.

Dieser junge Venezolaner lehrt mit den Videospielen FIFA von EA Sports Mathematik und Physik, da diese Spiele über physikalische Daten wie Geschwindigkeit, Zeit und Entfernung verfügen. Außerdem nutzt er dieses Spiel, um Statistik zu erklären, da viele Spieler entsprechend der Leistungsfähigkeit, Präzision und Geschwindigkeit, anpassen müssen. Carmona erklärt, dass es eine Form ist, dass Schüler „Ableitungen und logische Zusammenhänge“ verstehen lernen und so die Fähigkeit entwickelten, das Spiel über Prozente und Statistik zu steuern lernen. Andere Spiele, wie Need for Speed dienen ebenfalls, um physische Gesetze zu lehren, wie geradlinige Bewegung, um die Entfernung zu jedem beliebigen Fahrzeug zu berechnen.

Ein Jahr vor der Entwicklung dieser Methode des Dozenten, erarbeiteten zwei spanische Universitäten (die Universidad de Alcalá und die Universidad Nacional de Educación a Distancia) zusammen mir Electronic Arts (EA) in einer Studie heraus, dass der Lernprozess dank der Videospiele attraktiver ist und darüber hinaus die Motivation und Integration der Schüler fördert. 

Experten der Universität Huelva bestätigen in einem Artikel, welcher in der Zeitschrift Computers & Education veröffentlicht wurde, dass Videospiele in Sozialwissenschaften didaktisch nützlich sind und dass sie in einem wichtigen Informationsinstrument geworden sind. Dabei geht es vor allem um die Vorteile der Spiele, Age of Empires, Caesar, Empire Earth oder Sim City für Geschichte, Politik, Geografie, Urbanismus, Wirtschaft oder die Umweltfragen. Strategie-, Abenteuer- oder Simulationsspiele bringen den Spieler dazu, sich mit Problemlösungen auseinanderzusetzen.

In den letzten Jahren wurden immer mehr didaktische Videospiele entwickelt, sogenannte Serious Games, dessen Ziel es ist, die Speilre zu erziehen. Jean Baptiste Huynh, Ingenieur und Mathematiklehrer entwickelte das Spiel DragonBox, um vor allem die Aufmerksamkeit seiner Schüler zu erlangen, welche sich im Unterricht größtenteils langweilten. Seit 2012 hat es sein Spiel geschafft, Kinder ab 5 Jahren aufwärts zum Erlernen der Mathematik motivieren. „Die Videospiele bringen Werte mit sich, die man in Tutorials und Pädagogik braucht, sowie in der Bindung der Schüler“, erklärt der Entwickler von DragonBox.

In Twelve a Dozen wird der Spieler zur Nummer 12 und muss die Stadt Dozenopolis vor dem Angriff der Primzahlen schützen und muss dafür Rechnungen, mathematische Gleichungen und Puzzles lösen. Dieses Spiel von Bossa Studios bringt in Kollaboration mit Amplify für Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren ein imaginäres Universum, welches sich in einem Taschenrechner befindet; eine Welt aus Zahlen, die der Spieler vor der Gefahr retten muss.

Die Fans von World of Warcraft freut es sicherlich zu hören, dass einer US-amerikanischer Physiklehrerm names Shawn es sicherlich zu hören, dass einer US-amerikanischer Physiklehrerm names Shawn Young 2013 ein Rollenspiel entwickelte, um es als didaktische Methode anzuwenden.Classcraft ist ein Spiel, was der Lehrer zusammen mit seinem Bruder Devin und seinem Vater Lauren als Werkzeug entwickelte, um Lehrern zu helfen und Schüler zu motivieren. Es hilft den Studenten, in Teams zusammenzuarbeiten und sich im Unterricht korrekt zu verhalten, da es darum geht Erfahrunspunkte ((XP) zu sammeln oder Healthpoints (HP) zu verlieren. Entsprechend ihres Verhaltens können sie ihrem Team zusätzliche Punkte verschaffen oder verlieren. In jedem Team gibt es Krieger, Zauberer und Medizinmänner, wobei jeder Charakter Sonderfähigkeiten hat, um anderen Spielern zu helfen oder um gute Noten zu bekommen. Classcraft soll den unterricht in ein lustiges Rollenspiel verwandeln, wobei der Lehrer der Game Master ist und die Schüler motiviert, sich einzubringen und teilzunehmen.

Die Videospiele erfüllen dabei drei grundlegende Bedingungen: Den Wunsch nach Autonomie, Herausforderungen zu bestehen und den Wunsch, sich zusammenzufinden. Diese drei Faktoren sind im Klassenzimmer unbedingt notwendig, damit sich der Schüler positiv entwickelt und weiterentwickelt. Deshalb haben Experten der Universidad Internacional de la Rioja (UNIR) eine Liste von Videospielen vorgestellt, welche, obwohl sie keine Serious Games sind, die Bildung fördern. Das symbolträchtige Minecraft ist eines von ihnen und welches mit Minecraft Edu sogar eine eigene Plattform entwickelte, um den Bildungsexperten zu zeigen, wie das Spiel in den Unterricht integriert werden kann.

Die Vorteile der Gamification sind für die Bildung und Schulung von Kindern und Erwachsenen sehr wichtig. Auf der Liste der UNIR erscheinen außerdem Titel wie Assassin’s Creed, da es detaillierte historische Szenen erschafft oder Fallout 4, welches die Entscheidungsfindung und deren Konsequenzen fokussiert. Für Begoña Gros, Lehrerin am pädagogischen Institut der Universität Barcelona, sind die Videospiele zu einem wichtigen Aspekt im „Prozess der Sozialisierung von Kindern“ geworden und Erwachsene schätzen diesen Aspekt nicht wert. Laut Gros wird in der Informationsgesellschaft „informell“ und nicht „formell“ erzogen, da weder die Schulen, noch die Eltern diesen Prozess beachten.

Es ist noch in weiter Weg, bis Videospiele letztendlich in den Schulunterricht integriert werden, doch währenddessen können sich Kinder und Erwachsene natürlich über klassische Spiele weiterbilden.Math Max zum Beispiel, ist en Mathematik Spiel, welches die Konzentration und die Reaktionsfähigkeit unter Druck fördert.

Artikel geschrieben von: Paula Gil Alonso. 

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